Aktuelles aus dem Versicherungsmarkt

Novellierung des Insolvenzrechts

Die neue Regelung zur Insolvenzanfechtung ist in Kraft getreten. Die Reform soll das Risiko für Lieferanten und Dienstleister reduzieren, die mit einem später insolvent gewordenen Unternehmen zusammengearbeitet haben.

Bislang konnten in Insolvenzverfahren Zahlungen zurückgefordert werden, die Lieferanten und Dienstleister in den vorangegangenen zehn Jahren von einem Pleiteunternehmen erhalten hatten. In diesem Bereich wurde Insolvenzrecht etwas entschärft. Zahlungen, die ein Unternehmen für eine Leistung erhalten hat, können nun nur noch vier Jahre lang angefochten werden. Allerdings haben sich die meisten Anfechtungsfälle ohnehin im Zeitraum der vergangenen vier Jahre abgespielt, so dass sich hier wohl in der Praxis wenig verändern wird.

Keine überraschenden Zinsforderungen

Ein anderer Sachverhalt wird durch die neue Reform tatsächlich eine Erleichterung bringen. Bislang wurden ab dem Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung Zinsen auf später angefochtene Beträge fällig. Diese Zinsen werden mit der neuen Regelung erst dann fällig, wenn der Insolvenzverwalter die Unternehmen über die Rückzahlungsforderung informiert. Dadurch wird verhindert, dass sich für die Unternehmen jahrelange Zinsforderungen ansammeln, von denen sie keine Kenntnis hatten.

Ratenzahlungen kein Anzeichen für Insolvenz

Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass den Unternehmen nicht mehr zur Last gelegt werden kann, wenn sie eine Ratenzahlung vereinbaren. Diese Ratenzahlungsvereinbarung gilt nicht mehr als Indikator, dass eine drohende Zahlungsunfähigkeit drohen kann. Das Risiko, dass Zahlungen von später insolventen Unternehmen weiterhin leicht anzufechten sind, wird sich dadurch allerdings nur unerheblich verringern. Es gibt nach wie vor genug andere Beweiszeichen – wie zum Beispiel unregelmäßiges Zahlen oder Teilzahlungen, die als Signal dafür gewertet werden müssen, dass ein Geschäftspartner bald illiquide wird. Daher sind wir von der Assekuranz der Meinung, dass dieses Risiko nach wie vor versichert sein sollte.

Der beste Versicherungsschutz

Hierfür können wir Ihnen zwei Lösungsmöglichkeiten anbieten:

  • Warenkreditversicherung

    Hier gelten im Rahmen des versicherten Limits die Forderungen des Insolvenzverwalters als mitversichert. Da das versicherte Limit in der Regel das Dreifache des durchschnittlichen Monats-OP´s beträgt, ist dieser Versicherungsschutz nicht vollumfänglich. Aus diesem Grund kann eine Zusatzdeckung in Ergänzung zur Warenkreditversicherung eingekauft werden.

  • Firmenrechtsschutzversicherung

    Seit 01.01.2017 können wir Ihnen im Rahmen der Firmenrechtsschutzversicherung auch die Mitversicherung der Rechtsschutzkosten im Rahmen der Insolvenzanfechtung anbieten.

Gerne unterbreiten wir Ihnen zu beiden Verträgen bei Bedarf ein entsprechendes Angebot.

Erweiterung des Versicherungsschutzes

Ergänzend zu unserem Rahmenvertrag Warenkreditversicherung können wir Ihnen ab sofort eine interessante Erweiterung des Versicherungsschutzes anbieten. Unser Versicherer hat einen Versicherungsschutz entwickelt, der es Unternehmen ermöglicht, sich die fehlenden Kapazitäten bei Teilentscheidungen selbst einzuräumen.

Schnell, unbürokratisch und flexibel

Als weltweit erster Anbieter hat unser Versicherer mit einem renommierten Partnerunternehmen eine Versicherungslösung entwickelt, die bestehende Deckungslücken in der Kreditversicherung durch Eigenvergabe von Zusatzlimiten schließt und dies im besten Fall bis zu 100 %. In der Kreditversicherung kann aus verschiedenen Gründen dem Limitwunsch der Versicherten nicht immer voll entsprochen werden. In solchen Fällen kommt es dann zu Teilentscheidungen. Diese Lücke kann nun durch die CoverOn Top Deckung geschlossen werden. Grundsätzlich sind Forderungen, die die Bedingungen des Rahmenvertrags erfüllen, auch in diesem Deckungskonzept gleichlautend versichert. Das bestehende Deckungskonzept wird übernommen und gilt im Allgemeinen analog zum Rahmenversicherungsvertrag.

Die Lösung

  • Forderungsverluste bei Überschreitung von Teilentscheidungen des Versicherers
  • Klassische Insolvenz, Protracted Default sowie politische Risiken (sofern bei unserem Versicherer versichert)
  • Zusätzlicher Deckungsschutz bei Teilentscheidungen innerhalb der Police mit der Möglichkeit der maximalen Verdoppelung

Gerne stehen wir bzw. Ihr Kundenbetreuer Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.